Gestaltungstipps Themengärten
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Der Garten - Ihr Wohnzimmer im Grünen

Stand früher der Nutzen des Gartens - Früchte, Beeren, Gemüse, - im Vordergrund, so ist heute der Freizeitwert und die damit verbundenen Ansprüche ausschlaggebend für die Gestaltung.

Soll er den Wohnraum erweitern, den Kindern als Spielplatz dienen, ein Schutzraum für Kleintiere bilden, Obst- und Gemüselieferant sein oder verschiedene Wünsche zugleich erfüllen? Bevor man auf "gut Glück" den ersten Baum pflanzt oder einen Gartenteich aushebt, sollten diese Fragen geklärt sein.

Etwas Kenntnis über die Beschaffenheit des eigenen Bodens und die Standortansprüche bilden die Grundlagen für die richtige Wahl der Pflanzen. Der Laie kann sich in einer Baumschule fachmännsich beraten lassen und somit Fehler bei der Planung vermeiden. Da weniger anpassungsfähige Pflanzen eine entsprechende Bodenvorbereitung benötigen, um optimal zu gedeihen, sollte man die gewünschten Verhältnisse schaffen: sauren Boden für Moorbeetpflanzen, steinigen für Alpinum und Steingarten, tiefgründige, nährstoffreiche Böden für Rosen und Obstgehölze.

Ein ideal angelegter Garten zeigt viele Gesichter: er überrascht durch Ansichten aus verschiedenen Blickwinkeln. Pflanzen sollten ihn unterteilen und verhindern, daß mit einem Blick alles erfaßt werden kann. Bei größeren Gartenanlagen sind Bodenmodellierungen oder Niveauunterschiede wichtige Gestaltungselemente.
Auch die Verwendung von Natursteinfindlingen und die Eingliederung von alten Wurzeln sind natürliche Komponenten, die ein uriges Ambiente verleihen.

Gartenpartien mit besonderem Charakter bedürfen spezieller Pflanzenkenntnisse, damit die Stilrichtungen gewahrt bleiben.

Japanische Gärten:
Steine und Bäume und alle verwendeten Materialien sind so natürlich arrangiert, daß sie die Landschaft draußen nachahmen und symbolisieren, wobei man die ordnende menschliche Hand vergißt. Es herrschen grüne, graue und braune Farbtöne vor. Typische Pflanzen sind Bambus, jap. Ahorne sowie andere Raritäten. Als Kontrast werden vereinzelt Blumen und Früchte beigegeben, die den ständigen Wechsel der Jahreszeiten andeuten. Leerer Raum, Zonen der Stille, Schatten und kleine Aussichtsplätze sowie die abstrakte Darstellung von fließendem Wasser auf festem Stein und Kies provozieren die Phantasie durch die Vereinigung scheinbarer Gegensätze. Der japanische Garten wird als Ganzheit empfunden, selbst wenn er vielleicht nicht mehr Platz einnimmt als eine Ecke im Hof und nur aus Bambus, einem Strauch und einem Stein besteht.

Rosengärten:
Die Rose als Sinnbild für Liebe und Trauer hat schon immer die meisten Liebhaber gefunden. Ein Rosengarten sollte immer mit den passenden Blütenstauden angelegt werden; Lavendel und Schleierkraut dürfen keinesfalls fehlen.

Heidegärten:
Ein Heidegarten sollte an die flache Landschaft der Lüneburger Heide erinnern: Verschiedene Heidesorten bilden Blütenteppiche unter den weichen Stämmen der Birken und den schlanken Wacholder-Säulen. Wenn man die Standortansprüche dieser Pflanzen erfüllen kann, nämlich Sonne und saurer Boden - wird man sich fast das ganze Jahr über an herrlichen Blüten erfreuen können.

Bauerngärten:
Als Besonderheit gelten die gepflegten Stauden- und Gemüsegärten, die von Buxushecken eingerahmt werden.

Wassergärten:
Hier darf man nicht nur an Seerosen denken, zumal die Pflanzung nicht am Wasserrand aufhört, sondern in der Sumpfzone mit vielen Pflanzenarten weiterführt. Auch dürfen die Schwimmpflanzen als Sauerstoffspender nicht vergessen werden. Ein Laie sollte sich vor dem Bau und vor der Bepflanzung eines Gartenteiches fachmännisch beraten lassen, damit sein Werk gelingt.

Ihr Garten sollte vor Benutzung geplant werden - auf dem Rasen spielen - am Teich sitzen - in der Hecke natürlichen Lebensraum für Kleintiere schaffen - das hat Sinn. Aber bleiben Sie in natürlichen Grenzen, vermeiden Sie Schnick-Schnack und Gartenzwerge, die in ein natürliches Paradies sicher nicht passen.

Wer alle diese Gestaltungsmöglichkeiten in Natura erleben möchte, sei ein Besuch unserer Schaugärten empfohlen.