Gartenpflege im Herbst
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So wird Ihr Garten winterfit!

Rückschnitt und Winterschutz von Rosen:
Rosen frieren von oben nach unten zurück. Daher ist ein Schnitt erst nach den strengsten Frösten sinnvoll. Schneiden Sie Beetrosen auf 5 bis 6 Augen zurück und beschränken Sie sich bei Kletterrosen auf das Einkürzen schwacher Seitenverzweigungen auf ca. 10 cm.
Einmalblühende Strauchrosen lichtet man im Gegensatz zu mehrmals blühenden nur aus und entfernt kranke oder abgestorbene Triebe.
Schutz vor Kahlfrösten bietet eine Abdeckung der Veredelungsstelle mit Rindenmulch oder Reisig.

Rückschnitt von Sträucher, Hecken und Koniferen:
Während der Vegetationsruhe kann ein Formschnitt erfolgen- dabei sollte aber unbedingt auf Wuchsform und Habitus der Pflanzen geachtet werden! Blütensträucher können jetzt ausgelichtet werden.
Winterpflege: Nach heftigen Schneefällen kann es sinnvoll sein, die Äste von Gehölzen durch leichtes Schütteln von ihrer Schneelast zu befreien, um unerwünschte Astbrüche zu vermeiden. Besonders gefährdet sind Immergrüne und Koniferen, auf deren dichtem Blattwerk besonders viel Schnee liegen bleibt. Bei Bedarf zusammenbinden.
Helle Anstriche auf Kalk-, Silikat- oder Tonmineralbasis schützen die Rinde von Gehölzen vor Frostrissen. Statt einem Schutzanstrich kann man auch ein Brett oder Strohmatten an der Südseite der Stämme anlehnen.

Winterabdeckung von Stauden:
Empfindliche Stauden werden am Besten mit Stroh oder Fichtenreisig bedeckt.
Auf den Beeten sollte während des Winters öfters überprüft werden, ob der im Spätherbst aufgebrachte Frostschutz noch immer genügend Luft durchlässt - auch hier kann es bei mangelndem Luftaustausch schließlich zu Fäulnis kommen. Ggf. müssen Teile der Auflage durch Frisches ergänzt werden.

Kübelpflanzen, frostempfindliche Gehölze und Gießen im Winter:
Bei sehr tiefen Temperaturen können auch winterharte Gehölze in Pflanzkübeln im Wurzelbereich Schaden erleiden. Zum Schutz können kleinere Gefäße z.B. in eine Kiste mit trockenem Laub gestellt werden. Größere Kübel umhüllt man mit Luftpolsterfolie oder Sackleinen. Achtung: Auch im Winter muss der Wurzelballen gegossen werden!
Frostempfindliche Pflanzen können Sie auch an den oberirdischen Teilen mit Reisig, Sackleinen, Laub oder Vlies bedecken- es muss jedoch immer eine ausreichende Luftzufuhr gewährleistet sein, sonst beginnen die Pflanzen zu faulen. Das Gleiche gilt bei empfindlichen Gehölzen im Freiland. Nach so genannten Kahlfrösten, d.h. Frösten ohne schützende Schneedecke, sollten die im Vorjahr gepflanzten Ballenpflanzen und Immergrünen an Tagen mit offenem Boden gegossen werden. Wintertrockenheit (Frosttrockenheit) ist manchmal für die Pflanzen schlimmer als Frost. Besonders gefährlich sind Tage mit gefrorenem Boden und starker Sonnenstrahlung. Ganz besonders gilt das auch für Kübelpflanzen.

Winterschutz für Gräser:
Einziehende Ziergräser wie Pennisetum (Pfeifenputzergras) und Miscanthus (Chinaschilf) werden erst im Frühjahr (Ende April, Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend vorüber ist. Die alten Halme schützen das Herz der Gräser vor der Auswinterung. Ganz abgesehen davon geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten für Vögel und Insekten Nahrung und Winterschutz. Wie schön wird der Januar- Raureif auf den trockenen Blättern aussehen! Bei Bedarf kann man die Horste zusammenbinden.

Rasen im Herbst/Winter:
Wenn Sie den Dezember noch nutzen möchten, um eine Fläche mit Rasen zu begrünen, können Sie dafür Rollrasen verwenden. Bis Ende November können Wiesen und Rasen auch noch ausgesät werden, denn viele Samen laufen auch bei kühler Witterung auf (einige Arten benötigen sogar Winterkälte zur Überwindung der Keimhemmung). Da niemandem mehr danach zumute sein wird, sich viel im Freien aufzuhalten, kann der Rasen sich jetzt in Ruhe entwickeln.
Pflege: An warmen Oktobertagen wächst auch der Rasen noch. Damit lange Gräser unter einer Schneedecke nicht faulen, sollte vor dem Winter noch einmal gemäht werden. Besonders bei Rasen oder Wiesen mit Zwiebelblumen ist dieser Schnitt wichtig, weil der nächste Schnitt erst im Frühjahr nach der Zwiebelblüte möglich ist. Das Schnittgut und auf dem Rasen befindliche Blätter werden von der Fläche entfernt und an einem separaten Platz kompostiert, damit der Rasen frei "atmen" kann. Nachdem der Rasen zum letzten Mal geschnitten wurde, sollten Sie den Rasenmäher gründlich säubern und eventuell die Zündkerze auswechseln. Um bei benzingetriebenen Zweitaktmotoren den Tank zu entleeren, startet man den Motor, schließt sofort den Benzinhahn und lässt den Motor bis zum Stillstand laufen.

Obstgehölze und Beerensträucher:
Gerade Pfirsiche, Mandel und Aprikosen neigen zu einem frühen Austrieb und werden in regelmäßigen Abständen von Blütenfrösten geschädigt. Bringt man eine isolierende Deckschicht aus Stroh oder Kompost im Winter auf den gefrorenen Boden der Baumscheibe, so kann dies im Frühjahr zu einer Verzögerung der Blüte führen.
Brombeeren sind durch Fröste stark gefährdet. In kritischen Lagen können Sie die Ruten empfindlicher Sorten durch Strohabdeckung schützen. Nehmen Sie dazu die einjährigen Jungruten vom Drahtrahmen ab, um sie längs der Brombeerreihe abzulegen und 20 cm hoch dicht mit Stroh zu bedecken.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen stets gerne zur Verfügung!
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Gartenarbeit und einen geruhsamen Winter


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Kurrle Baumschule & Gartengestaltung
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